Update3 Zeckengefahr FSME durch Milch - Infektionskrankheit Knappschaft impft alle

Quelle : Achtung Intelligence www.achtung-intelligence.org
Journalistin : Conny Craemer
Veröffentlicht am : 18. Feb. 2014., 19:23:02 Stunden

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Conny Craemer's Info

Ein Zeckenbiss kann schwerste Erkrankungen wie Borreliose hervorrufen. Laut den aktuellen Versicherungsbedingungen können die privaten Unfallversicherungen bei einem Zeckenbiss für Schäden, darunter zählen auch Genesungskosten aufkommen. Doch die Gefahren lauern auch in Nahrungsmitteln und in falschen ärztlichen Diagnosen und weiteren Seuchengefahren. Update: 10. Juni 2014 Das Robert Koch Institut veröffentlichte heute neue Informationen und Infektionskrankheiten die von Zecken verursacht werden.  Update2: 08. August 2014 Ärzte Zeitung berichtet: Fast 800 Borreliose Erkrankte in Berlin. Update3: 09. Mai 2015 Nicht alle Krankenkassen bezahlen die FSME-Impfung für ihre Versicherten. Die GKV Knappschaft hat die Problematik erkannt.


Achten Sie bei Altverträgen darauf, dass Zeckenbisse auch abgedeckt sind. Auch ältere Verträge sind umschreibbar. Die Änderungen eines aktuellen Vertrags erfolgt jedoch nicht automatisch. Bereits 2003 hatte das Amtsgericht in Dortmund die Unfallversicherung zur Zahlung von sogar Krankentagegeld verdonnert. Zwar hatten 1999 einige Versicherer den Zeckenbiss als nicht von außen einwirkendes Unfallereignis jahrelang eingestuft, haben sich vor Jahren die Versicherer wieder zur Zahlung der Versicherungsleistung besinnt.

Impfung kann schützen


Auch wenn nun die Folgeschäden versicherbar sind, sollte man nicht jedes Risiko eingehen, denn die Spätfolgen und Nervenschäden können den Gebissenen ein Leben lang plagen. Zu dem Krankheitsbild können erhebliche Nervenschädigungen und sogar Lähmungserscheinungen und ein schwaches Immunsystem zählen. Daher sollte man sich in den entsprechenden Gegenden grundsätzlich mit einer Impfung schützen. Auch Urlaubsreisende, die in FSME-Gebieten urlauben - sollten sich rechtzeitig erkundigen und impfen lassen. Hausärzte, Internisten und Apotheken können genaue Auskünfte über den aktuellen Impfplan geben.

Sowohl Apotheken als auch Hausärzte halten genügend Informationen bereit, wo tatsächlich Zecken drohen, denn nicht alle Bundesgebiete sind von der Zeckenplage betroffen.

Zecken lauern auch im Gras, FSME auch im Essen. Durch einen Fehltritt können sich die Plagegeister direkt am Fuß fest saugen. Festes Schuhwerk kann schützen. Eine Selbstdiagnose reicht übrigens nicht aus, um daraus einen Versicherungsfall zu machen. Vielmehr muss nach einem bemerkten Biss ein Arzt sofort aufgesucht werden, der dann den Biss für die Versicherung dokumentiert. Klug wäre es, sich direkt ein Attest mitgeben zu lassen - besonders, wenn der Biss im Urlaub festgestellt wird. Ebenso rasch ist dann die Versicherung zu informieren. Dies kann meist telefonisch via einer 24-Stunden Hotline, per Fax oder Email geschehen.

 

Hohes Risiko



Das Robert Koch Institut informiert, dass in folgenden Ländern ein besonders hohes Risiko herrscht: Finnland, Schweden, Litauen, Lettland, Estland, Dänemark, Polen, Weißrussland, Russland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Norditalien, Ungarn, Rumänien (Siebenbürgen). Ein mittleres Risiko besteht für Norwegen, Schweiz, Bulgarien, Ukraine. In einigen Gebieten von Sibirien, Nord-Japan, Mongolei besteht ein besonders hohes Risiko.

 

Ausdrücklich warnt das RKI vor FSME-Infektionen durch Rohmilch und Rohmilchprodukte (Käse, Quark, etc.) von Kühen, Ziegen, Schafen etc.. Im Jahr 2008 ist ein Fall aus Österreich bekannt geworden. Ein Patient erkrankte nach Genuss von unbehandelter Rohmilch.


Meldepflichtige Infektionskrankheit

 

Obwohl oft auf eine FSME-Impfung in den TV-Nachrichten hingewiesen wird, bleiben unzählige Menschen trotz eines hohen Risikos ungeimpft. Dementsprechend hoch ist die Zahl an den an Borreliose Erkrankten. Die Zahl wird auf 170.000 geschätzt. Zwar gibt es für die Borreliose direkt keine Schutzimpfung - aber viele Nebenwirkungen können durch eine Impfung gemildert werden. Gegen Borreliose stehen verschiedene Medikamente u.a. Antibiotika zur Verfügung. Je nach durchgehender Medikamentation und rascher Behandlung, kann die Erkrankung oft folgenlos für den Patienten ausheilen.

 

Die Krankheit ist auf bundesweiter Ebene per Gesetz meldepflichtig. Viele Ärzte, die nicht genau untersuchen lassen, verwechseln oft die Symptome mit einem grippalen Infekt. Das Infektionsschutzgesetz in § 6 schreibt übrigens auch vor, dass die humane Form von BSE auch meldepflichtig ist. Ambulante Psychiater und Gutachter sehen darin jedoch nur eine Schizophrenie, genauso wie Impfungen ein Ausdruck einer Schizophrenie seien. So äußerte sich ein Gutachter zu einem Verfahren beim Landessozialgericht NRW in Essen.

 

Die Schizophrenie ist übrigens seit 1922 bekannt, ähnlich wie BSE zu sein und zeigt ähnliche löchrige Strukturen im Gehirn an. Doch meist wollen Psychiater die Meldepflicht umgehen, damit der Patient anstatt rasch mit Antibiotika zu genesen, lange Jahre mit nicht wirksamen und Off Label Use Psychopharmaka behandelt wird. Ob es an Rabattverträgen, Korruption oder sonstigen Pharmadeals liegt, ist noch immer nicht genau eruiert.

 

Ärztepfusch fürs Ärzte-Säckerl

 

Bekannt sind auch hohe Verkeimung von Bio-Waren, sowie  Gammelfleisch und Pferdefleisch in Lasagne. Da als Folge durchaus die Gefahr besteht, dass Patienten eher als schizophren gelten, als rinderbewahnt, ist die nicht genau bezifferte Durchseuchung in Deutschland groß.

 

Da Psychiater behaupten, Al Qaeda und der WDR seien eine Schizophrenie, genauso wie Autofahrer als schizophren gelten, wenn diese auf Verkehrsschilder hören, ist klar, da arbeiten Ärzte mit einer extremsten löchrigen Struktur im Gehirn oder sie leiden etwaig an der Borna Virus Enzephalitis, dem Dummkoller.

 

In Nordrhein-Westfalen werden übrigens viele Psychiatrien und Maßregel-“Anstalten“ von dem LVR betrieben. Dem Landschaftsverband Rheinland. Es lag dann wohl doch an verrückten Kühen. Das will der LVR bis heute nicht wahr haben.

 

Der Bundesminister für Gesundheit wurde informiert. Der ex-Bundesminister fürs Innere, Friedrich, wurde zu früh aus seinem Amt für Landwirtschaft geschasst.

 

Update vom 10. Juni 2014, 10.35 Uhr

 

http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2014/23/Tabelle.html

Epidemiologisches Bulletin 23/2014

Humane Granulozytäre Anaplasmose nach Zeckenstich

Im Epidemiologischen Bulletin 23/2014 wird der Fall eines Patienten beschrieben, der während eines Wanderurlaubs in Schottland von Zecken gestochen wurde und bei dem das Konsiliarlabor (KL) für FSME nach seiner Rückkehr Humane Granulozytäre Anaplasmose diagnostizierte. Die Humane Granulozytäre Anaplasmose ist eine zeckenübertragene Erkrankung, die durch das gramnegative Bakterium Anaplasma phagocytophilum verursacht wird. In Europa sind bislang nur wenige Erkrankungen dokumentiert, was möglicherweise auf eine fehlende Diagnostik und einen hohen Anteil asymptomatischer Infektionen zurückzuführen ist. Angesichts der weiten Verbreitung des Bakteriums in europäischen Zecken ist von einer weit größeren Zahl an Infektionen auszugehen, die aufgrund der mangelnden Bekanntheit des Krankheitserregers wohl meist unerkannt bleiben.
Ärzte, die bei einem ihrer Patienten eine Infektion mit Anaplasmen, aber auch Babesien, Borrelien oder Rickettsien vermuten, können sich an das Konsiliarlabor für FSME wenden.

Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 23/2014 (PDF, 117KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 10.06.2014

Neuberufung von Konsiliarlaboren

Um für ein möglichst breites Spektrum von Krankheitserregern fachlichen Rat vorhalten zu können werden Konsiliarlaboratorien zu gesundheitsrelevanten Infektionserregern mit besonderer infektionsepidemiologischer Bedeutung berufen. Die Konsiliarlabore ergänzen das bestehende Netz der Nationalen Referenzzentren, der Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes sowie der einschlägigen Universitätsinstitute. Erstmals gibt es nun Konsiliarlabore für Clostridium botulinum und für Bacillus anthracis, berichtet das Epidemiologische Bulletin 23/2014. Sie sind am Robert Koch-Institut angesiedelt, im Zentrum für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene.

Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 23/2014 (PDF, 117KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 10.06.2014

Meldepflichtige Infektionskrankheiten

Monatsstatistik nichtnamentlicher Meldungen des Nachweises ausgewählter Infektionen März 2014 (Datenstand: 1. Juni 2014)

Aktuelle Statistik 20. Woche 2014 (Datenstand: 4. Juni 2014)

Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 23/2014 (PDF, 117KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 10.06.2014

 

 

Update2: 08. August 2014, 22.21 Uhr


Ärzte Zeitung berichtet über Infektionskrankheiten und Borreliose

 

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/versorgungsforschung/article/866262/berlin-deutlich-infektionskrankheiten-gemeldet.html

 

Berlin

Deutlich mehr Infektionskrankheiten gemeldet

In Berlin hat es 2013 so viele Masernfälle gegeben wie noch nie seit der Einführung der Meldepflicht 2001. Betroffen waren aber nicht vorwiegend Kinder, sondern Erwachsene. Auch die Zahl der Infektionen mit Borrelien und Noroviren nahm zu.

 

(...)


Auch Erkrankungen nach Infektionen mit Borrelien und Noroviren nahmen bei den gemeldeten Erkrankungen in Berlin zu. So erkrankten im vergangenen Jahr 799 Personen an einer Lyme-Borreliose. 2012 waren es lediglich 34 Magen-Darm-Erkrankungen durch Noroviren traten 2013 bei 7434 Personen in der Hauptstadt auf.

 

Update3: 09. Mai 2015, 10.21 Uhr


Knappschaft Krankenversicherung: Impfung für alle Versicherten

 

Die Knappschaft gibt bekannt, dass jeder ihrer Versicherten sich gratis gegen FSME impfen lassen kann und das auf Knappschaft-Kärtchen. Falls sich Ärzte jedoch weigern sollten auf eGK abzurechnen und Cash sehen wollen, überweist die GKV Knappschaft den Versicherten dann die Impfung bei Vorlage der Rechnung abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung für die Impfung. Eigentlich soll alles über das Mitgliedskärtchen abgewickelt werden.

 

Die Knappschaft informiert

Gut geschützt bei Zeckenbiss

 

Zeckenschutzimpfung - Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME

Alljährlich zur Urlaubszeit warnen Experten vor den kleinen Blutsaugern. Sorgen Sie vor: Die Knappschaft bietet die Impfung für alle Versicherten an.

Die Knappschaft hat auf die fortschreitende Ausdehnung der Zeckenrisikogebiete in Deutschland reagiert und bietet ihren Versicherten bundesweit die Schutzimpfung gegen FSME, die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis an.

FSME geht mit Fieber einher und kann die Hirnhäute befallen, in schweren Fällen auch Gehirn und Rückenmark. Dauerhafte Schäden am zentralen Nervensystem, zum Beispiel Lähmungen, sind möglich.

Versicherte der Knappschaft können sich überall in Deutschland gegen FSME impfen lassen, unabhängig davon, ob sie in einem Risikogebiet wohnen oder sich dort für längere Zeit aufhalten.

Risikogebiete liegen derzeit in
  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Hessen
  • Rheinland-Pfalz und
  • Thüringen

Teilweise wird die Impfung von den Vertragsärzten bereits über die KV-Karte abgerechnet. In Gegenden, die keine Risikogebiete sind, kann der Arzt dies ablehnen und eine Privatrechnung erstellen. In diesem Fall erstattet die Knappschaft die dabei entstehenden Kosten abzüglich der gesetzlich festgelegten Zuzahlung für den Impfstoff.

Auszug-Ende

Etliche andere GKVs für die IKK BIG Direkt gesund und die AOK Rheinland / Hamburg übernehmen die Kosten als Reiseimpfung. Die Barmer GEK bezahlt primär eigentlich nur dann eine FSME-Impfung, die in den Risikogebieten leben.


FSME schützt nicht vor Borreliose-Infektionen. Mehr Infos auch hier inklusive Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten. http://www.beckdoc.de/zecken-fsme-und-borreliose/