Rechtsanwaltsfachangestellte - übernehmen diese anwaltlichen Tätigkeiten

Quelle : Achtung Intelligence www.achtung-intelligence.org
Journalistin : Conny Crämer
Veröffentlicht am : 07. Jan. 2015., 17:25:40 Stunden

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Conny Crämer's Info

Wer Achtung Intelligence regelmäßig liest, kennt es. Anwälte sind oft wirr. Sie meinen, Gesetze sind eine Auslegesache, also so was nichts Echtes, der nächste akzeptiert Urteile, obwohl kein Richter darauf unterschrieben hat und der Mandant habe trotzdem zu bezahlen. Höhere Gesetze wollen Anwälte oft nicht wahrhaben, Gerichte übrigens auch nicht. Man will mit Fachwissen brillieren und ist dann doch eher ein Fachidiot mit Schwätzermentalität. Achtung Intelligence fiel ein Stellenangebot der Bundesagentur für Arbeit auf. Rechtsanwaltsfachangestellte oder Steuerfachangestellte wurden fürs SGB III gesucht. Doch was ist eine Rechtsanwaltsfachangestellte? Denn es scheint, dass die Fachkraft oft alles selber macht, so wirr wie oft Richter und Anwälte im Termin erscheinen. Die Männer haben also von nix einen blassen Schimmer.

 

Berufenet der Bundesagentur für Arbeit informiert

 

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/docroot/r1/blobs/pdf/bkb/7958.pdf

Rechtsanwaltsfachangestellte/r
Berufstyp
Anerkannter Ausbildungsberuf
Ausbildungsart
Duale Ausbildung im Rechtswesen (geregelt  durch Ausbildungsverordnung)
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Lernorte
Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Was macht man in diesem Beruf?


Rechtsanwaltsfachangestellte vereinbaren beispielsweise Besprechungstermine mit Mandanten und
führen Akten und Register sowie Termin-, Fristen- und Wiedervorlagekalender. Sie fertigen Schriftsät-
ze an, beispielsweise für Zivil- und Strafprozesse oder Miet- und Arbeitsgerichtsstreitigkeiten. Zudem
berechnen sie Forderungen und bereiten Schriftstücke für Mahnverfahren und Zwangsvollstreckungen
vor. Daneben überwachen und verbuchen sie Zahlungseingänge und bearbeiten die gesamte Korres-
pondenz.

Wo arbeitet man?
Beschäftigungsbetriebe:
Rechtsanwaltsfachangestellte finden Beschäftigung

in Rechtsanwaltskanzleien
Arbeitsorte:
Rechtsanwaltsfachangestellte arbeiten in erster Linie

in Büroräumen


Welcher Schulabschluss wird erwartet?


Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Kanzleien überwie-
gend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Anforderungen:

Organisatorische Fähigkeiten und Flexibilität (z.B. beim Vereinbaren von Terminen mit Man-
danten, beim Einstellen auf die Anliegen unterschiedlicher Mandanten)

Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. beim Einhalten von Fristen und Gerichtsterminen, beim
Umgang mit personenbezogenen Informationen)

Mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen (z.B. im Kontakt mit Mandanten, beim Kor-
respondieren mit Mandanten)

Kundenorientierung (z.B. Eingehen auf die Bedürfnisse der Mandanten, z.B. bei Vertretungs-
aufträgen für einen Rechtsstreit)
Schulfächer:

Deutsch (z.B. beim Erstellen von Schriftstücken und Verträgen)

Mathematik (z.B. für die Berechnung von Kosten und Zinsen)

Wirtschaft/Recht (z.B. beim Informieren von Mandanten über den Sachstand von Rechtsan-
gelegenheiten)

Was verdient man in der Ausbildung?
Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

1. Ausbildungsjahr: € 450

2. Ausbildungsjahr: € 520

3. Ausbildungsjahr: € 600

 

Auszug-Ende

 

Aha, also eine Rechtsanwaltsfachangestellte ist also der wahre Ansprechpartner und schreibt alles selber. Derweil dichtet der Anwalt jedoch aus  Einstellen auf das Anliegen der Mandanten den Begriff: "Der Mandant hat nichts zu sagen, er ist zu stoppen und das Gegenteil ist zu machen". (Eigenerfahrung Achtung Intelligence als Beispiel)

 

Überhaupt, wieso muss man Jura studieren, wenn Anwälte an den höchsten Gesetzen scheitern? Liegt es an ihnen oder der deutschen, schlechten gerichtlichen Infrastruktur? Was meinen Sie?