Gesundheit Hausbau - Wenn der Dae?mmschutz zum Daempfschutz wird - Der SPIEGEL

Quelle : Achtung Intelligence www.achtung-intelligence.org
Journalistin : Conny Craemer
Veröffentlicht am : 13. Nov. 2015., 05:58:42 Stunden

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Conny Craemer's Info

Kennen Sie das? Ein Nachbarhaus wird saniert. Die Häuser schräg gegenüber, die sind von der Beamten-Wohnung-Baugenossenschaft, wurden auch so saniert. Styropor als Außenwand. Bereits zur Sanierungsphase meckerte Conny Crämer von Achtung Intelligence und heute Morgen fiel ihr auf, da sind ja Analphabeten in der Baubehörde und im Baubüro tätig - und zwar deutschlandweit. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel wies 2014 auf die Lebensgefahr auch hin, kam aber nicht auf Analphabeten in Behörden und beim TÜV. Und dann flog auf, das ganze brachte schon mal beim Großbrand den Düsseldorfer Flughafen 1996 viele Menschen um und nun pappt das Zeugs fast überall an echten Häusern.

 

Wenn der Dämmschutz zum Dämpfschutz wird - aber wie Ekelzunder brennt

 

Da wird also ein Haus saniert. Kennen Sie. Alte Verschalung, Beton oder was auch immer, wird abgenommen. Stattdessen pappen die Bauarbeiter Styropor drauf. Das sei nun so.

 

Styropor wird neudeutsch auch EPS genannt. Styropor ist das Zeugs, das normalerweise beim Postversand oder  Frachtversand genutzt wird. Es schützt die gelieferte Ware, wie Waschmaschinen, Stereoanlagen, Faxe und Drucker, vor Stößen und Bruchschäden und dämpft Schäden.

 

Stattdessen setzt die Bauindustrie Styropor nicht als Dämpfschutz, sondern als Dämmschutz ein. Ganz schön taub und dumm im  Hirn.

 

Auch das Nachbarhaus wurde so verschalt  und die Wohnhäuser der Beamten-Wohnung-Baugenossenschaft auch. Danach wird einfach das weiße Zeugs, das sonst Ihre Waschmaschine oder den Fernseher beim Versand schützt, mit Außenfarbe angemalt. Fertig.

 

Verschickt wird das Haus aber nicht.


Der Spiegel stellte bereits 2014 fest, das Zeugs ist gefährlich.

 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/styropor-platten-in-fassaden-waermedaemmung-kann-hausbraende-verschlimmern-a-800017.html

Styropor-Platten in Fassaden: Wärmedämmung kann Hausbrände verschlimmern

Von Güven Purtul

Millionen Häusern und ihren Bewohnern droht bei Feuer offenbar ein Desaster: Styropor-Platten zur Wärmedämmung sind nach Recherchen des NDR extrem leicht entflammbar. Selbst die meisten Bauherren ahnen nichts von der tödlichen Gefahr.

 

 

Hamburg - Sie sollen die Wärme im Haus halten - aber sie können offenbar auch eine Katastrophe verursachen: Styroporplatten, die jährlich in Deutschland in Hunderttausende Häuser als Wärmedämmung eingebaut werden, wirken als Brandbeschleuniger. Die Isolierungen haben anscheinend zahlreiche Feuer erst zum Desaster werden lassen.

 

Platten aus Polystyrol, besser bekannt als Styropor, kommen bei über 80 Prozent aller Wärmedämm-Einbauten in Häusern zum Einsatz. Sie sind besonders günstig und leicht zu verarbeiten.

(...)
160 Millimeter dicke Dämmplatten aus Polystyrol, geschützt durch Armierung, Putz und Anstrich, wurden dem Ernstfall ausgesetzt: Ein Brand unter einer Maueröffnung entflammte das sogenannte Wärmedämmverbundsystem (WDVS) eines Markenherstellers.

Das erschreckende Resultat: Zwanzig Minuten hätte die Dämmung den Flammen standhalten müssen. Doch sie fing so schnell Feuer, dass der Versuch bereits nach acht Minuten abgebrochen werden musste.

 

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Flughafenbrand Düsseldorf - 1996

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Polystyrol#Brandverhalten

(...)

1996 waren bei Schweißarbeiten im Flughafen Düsseldorf Styroporplatten an einer Gebäudedecke in Brand geraten. Infolge der starken Rauchentwicklung und der schnellen Ausbreitung des Feuers starben 17 Menschen, 88 wurden dabei verletzt.[13][14]


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Der Flughafen war für mehrere Tage gar nicht mehr benutzbar, war komplett gesperrt. Sogar Gullideckel wurden versiegelt. Der Flughafen musste neu gebaut werden.


Gefahr für die Umwelt - im Grundwasserschutzgebiet Lörick

https://de.wikipedia.org/wiki/Polystyrol#Brandverhalten

(...)

Das Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD), das dem Polystyrol für Dämmplatten und Hartschaumplatten beigefügt wird, ist gemäß der REACH-Verordnung als „sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung" eingestuft.[40][41] Es ist nur relativ schwer abbaubar (persistent) und toxisch für aquatische Organismen mit einem sehr hohen Bioakkumulations- und Biomagnifikation­spotenzial.[42][27] Die Migration in die Umwelt aus unbeschädigtem geschäumtem Polystyrol ist mengenmäßig gering,[43] Emissionen können bei Brand, Photolyse und Recycling auftreten.

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Ein Styroporhaus steht direkt im Schutzgebiet des Umweltamts Düsseldorf. Neben derem überdachten Müllcontainerbereich steht direkt die Grundwassermesssäule der Behörde. Deren Bewohner bekamen vor einigen Wochen Rattengift am Balkon verstreut.

Das Haus steht wie dieses Wohnhaus näher am und im Grundwasserschutzgebiet und Naturschutzgebiet als die Beamtenhäuser.


Bereits bei der Sanierung der Beamtenhäuser wies Conny Crämer von Achtung Intelligence ständig auf die Gefahrenlage hin. Es war allen - bis auf einigen entnervten Bewohnern - völlig egal. Je nach Wetterlage starten einige Flugzeuge direkt über die betroffenen Wohnhäuser.