Update1 Bundesverfassungsgericht - Ehrverletzung kann nicht zivilrechtlich eingeklagt werden

Quelle : Achtung Intelligence www.achtung-intelligence.org
Journalistin : Conny Crämer
Veröffentlicht am : 02. May. 2016., 19:38:49 Stunden

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Conny Crämer's Info

Das Bundesverfassungsgericht hat bereits im März 2016 rückwirkend zu 2011 entschieden.: Ehrverletzung kann zivilrechtlich nicht mehr eingeklagt werden. Denn sogar emotionale Äußerungen fallen unter die Meinungsfreiheit. Damit ist es also mit den beleidigten Leberwurstklagen, um anderen bewußt dann finanziell zu schädigen, vorbei. Wer beleidigt ist, soll es erst mal bei einem Strafgericht probieren, beim echten Strafverfahren, aber auch dafür gilt die verfassungsrechtlich garantierte Meinungsfreiheit. Achtung Intelligence zitiert aus dem Urteil und der Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts. In Sachen Jan Böhmermann und dem türkischen Präsidenten Erdogan liegt die Sache aktuell noch im vorgerichtlichen Vorverfahrensbereich. Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgericht sollte er straffrei eigentlich bleiben, weil alle Sendungsäußerungen eh in den Verantwortungsbereich des Arbeitgebers ZDF fallen und laut Bundesverfassungsgericht erlaubt sind. Update1: 10. Mai 2016 Angeblich ist der türkische Präsident Erdogan sauer auf Döpfner. Der ist ein hohes Tier beim "Axel" Springer Verlag. Heutzutage als jüdisches Friede Springer Verlagskonstrukt besser bekannt. Auf jeden Fall zotete der Döpfner was gegen Erdogan, der ist nun sauer, und die Aktiengesellschaft der BILD-Springer-Leute soll mal Zaster an die Türken rüberwachsen lassen. Man könnte meinen, die Frau des Präsidenten benötigt neue Kleidung und Herr Erdogan sucht eine neue Einnahmequelle. Peinlich ist es eh, wenn ein Anwalt was behauptet, ohne dass es dafür offizielle Dokumente des Präsidenten gibt. Ich sah nichts. Das Bundesverfassungsgerichts hatte übrigens zivilgerichtliche Klagen verboten. Das ist auch per Menschenrecht so. Es geht nur via STGB, Strafgesetzbuch. Darauf flog ein ekliges und korruptes Zivilgerichtsmafia-Team auf.


Aus der Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts

 

http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/bvg16-021.html

Meinungsfreiheit schützt auch emotionalisierte Äußerungen

Pressemitteilung Nr. 21/2016 vom 29. April 2016

Beschluss vom 10. März 2016
1 BvR 2844/13

Die Meinungsfreiheit umfasst auch die Freiheit, ein Geschehen subjektiv und sogar emotionalisiert darzustellen, insbesondere als Erwiderung auf einen unmittelbar vorangegangenen Angriff auf die Ehre, der gleichfalls in emotionalisierender Weise erfolgt ist. Dies hat die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts in einem heute veröffentlichten Beschluss entschieden. Damit gab sie der Verfassungsbeschwerde einer Beschwerdeführerin statt, die sich gegen eine zivilgerichtliche Unterlassungsverurteilung gewandt hatte.

(...)

a) Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ist als subjektive Freiheit des unmittelbaren Ausdrucks der menschlichen Persönlichkeit ein grundlegendes Menschenrecht. Sie umfasst nicht zuletzt die Freiheit, die persönliche Wahrnehmung von Ungerechtigkeiten in subjektiver Emotionalität in die Welt zu tragen. Dabei kann insbesondere bei Vorliegen eines unmittelbar vorangegangenen Angriffs auf die Ehre eine diesem Angriff entsprechende, ähnlich wirkende Erwiderung gerechtfertigt sein. Wer im öffentlichen Meinungskampf zu einem abwertenden Urteil Anlass gegeben hat, muss eine scharfe Reaktion auch dann hinnehmen, wenn sie das persönliche Ansehen mindert.

Auszug-Ende

 

Aus der Entscheidung

http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2016
/03/rk20160310_1bvr284413.html

BUNDESVERFASSUNGSGERICHT